Vor einigen Tagen während eines Seminars für Maklerbetreuer.
Es ging um E-Mail Gepflogenheiten. Speziell um Vermittler, die sich per E-Mail mit einem Anliegen an einen Maklerbetreuer wenden. Wir regten an, ein kurzes Feedback zu geben, dass der Vorgang angekommen ist und bearbeitet wird.
Wie aus der Pistole geschossen kam die Antwort: “Das will und braucht doch kein Mensch.”
Unser Argument: “Haben Sie schon mal etwas bei Amazon gekauft?” Klar, haben natürlich die meisten. “Wie finden Sie es, wenn Sie sofort eine E-Mail bekommen, dass Ihre Bestellung eingagnagen ist. Und wenn Sie dann die nächste E-Mail bekommen, wann Ihre Bestellung ausgeliefert wurde?”
Antwort: “Ja. Das ist schon toll. Da weiss man einfach Bescheid, woran man ist. … Aber unsere Vermittler brauchen das trotzdem nicht. Die bekommen ja eine Lesebestätigung, dass wir die E-Mail erhalten und gelesen haben.”
Und genau das ist falsch! Denn die meisten Konzerne unterbinden die automatische Lesebestätigung (wie auch der Arbeitgeber dieser Teilnehmer).
Unser Tipp: Wenn Sie fest davon ausgehen, dass irgendetwas automatisch erfolgt, prüfen Sie diese Annahme einmal nach.
Immer wieder mal stoße ich im Internet auf das Programm evernote, eine Applikation für elektronisches Notizmanagement. Notizen können auf der Festplatte, dem Handy und auch im Internet erstellt, gespeichert, synchronisiert und wieder abgerufen werden.
Das Programm macht einen sehr professionellen Eindruck. Trotzdem zögere ich noch etwas, zumindest bei der Internetversion.
Im WebLog eines Kollegen, der sich intensiv mit solchen Applikationen beschäftigt, gibt es einen – lesenswerten – Beitrag “10 Programme für Notizen“. In den Kommentaren verweist ein Besucher am 28. August 2008 auf ein weiteres Programm, mit dem er seit einem Jahr arbeitet. Der Aufruf der genannten Webseite bringt dieses Ergebnis:
Nicht auszudenken, wenn ich meine Notizen im Internet ablege und irgendwann gibt es den Anbieter nicht mehr (vom Thema Datensicherheit mal abgesehen).
Ich teste Evernote jetzt mal als PC-Version.
Ich bin gerade dabei, neue Seminarunterlagen fertig zu stellen.
Bei der Darstellung der Wochenplanung wollte ich die aktuelle Kalenderwoche einfügen. Doch der Terminkalender ist gerade unten im Büro und ich bin zu faul es ist gerade ungeschickt, ihn zu holen.
Und tatsächlich, das Internet hilft auch hier. Auf kwkw.de kann man sich die aktuelle Kalenderwoche anzeigen lassen. Was es alles gibt.
Ich habe in den vorangegangenen Beiträgen den X47 so objektiv wie möglich aus meiner – natürlich subjektiven – Sicht als Anwender beschrieben.
Meines Fazit für mich: Ich habe viel Freude mit dem System und werde es die nächsten Jahre beibehalten und anwenden. Auch mein Sohn ist von seinem X17 begeistert und hat schon nach dem kalender für 2009 gefragt.
Wenn Sie das System jetzt selbst einmal anschauen und in die Hand nehmen wollen, finden Sie es im exklusiven Bürowarenhandel oder bei Manufactum. Oder Sie fordern beim Hersteller ein kostenloses Ansichtsmuster an.
Ein kleines “Schmankerl” zum Schluss:
Für Sie, als Leser meines WebLogs, habe ich bei den Machern von X47 einen kleinen Rabatt ausgehandelt. Wenn Sie einen X47 direkt beim Hersteller (telefonisch oder via Internet) ordern, erhalten Sie einen Rabatt von 5% beim Hinweis, dass Sie über diesen Praxistest gekommen sind.
13. Kosten
Der X47 ist preiswert, aber bei weitem nicht billig.
Wie bei allen hochwertigen Waren, orientiert sich auch hier der Preis an der Oberklasse. Wobei ich dabei differenzieren will. Der Einstandspreis für ein komplettes System ist relativ hoch. Die Folgekosten für die jährlichen Nachlieferungen halten sich im Rahmen dessen, was man von den anderen Systemen kennt.
Die Einzelpreise finden Sie direkt beim Hersteller.
14. Image-Wirkung
Sehr hoch. Selbst erfahrene Zeitplanbuchanwender merken auf, wenn sie meinen X47 sehen. Zum einen wegen der genial schlanken Optik. Und zum anderen wegen des großen Schreibraums ohne störende Ringmechanik.
15. Mögliche Alternativen
Wer die Kosten für einen X47 nicht aufwenden will, findet im “kleinen Bruder” eine Alternative.
Das Kalendersystem “myx17″ (aus dem gleichen Haus) bietet vom (Schreib)Platzangebot die gleichen Vorteile und ist ebenso modular aufgebaut.
Lediglich in der Ausstattung muss der Käufer Abstriche machen. Anstelle des Federschienensystems wird ein Gummiringsystem verwendet.
Bildquelle: myX17.com
Terminplaner
Optimal. Der X47 punktet sowohl im Einsatz auf dem Büroschreibtisch, als auch auf Reisen.
Aufgabenplanung
Wer wenig Aufgaben zu erledigen (und zu notieren) hat, ist mit dem X47 ebenfalls gut bedient. Wenn es mehr Aufgaben sind geht irgendwann der Platz aus. Dafür empfiehlt der Hersteller, den Notizblock zu verwenden und mit entsprechenden Verweisen zu arbeiten. Funktioniert auch. Aber wenn ich ein Zusatzmedium verwende, kann ich gleich eine seperate ToDo-Liste verwenden.
Mini-Büro
Für das Minibüro mit eigenen Formularen ist der X47 weniger geeignet. Systembedingt lassen sich keine zusätzlichen Formulare, Listen oder andere Unterlagen mitführen. Außer sie werden lose zwischen die Einlagen gelegt; aber damit würde dann schon wieder die Stapelbildung im Zeitplaner beginnen …
Zielplanung
Es kommt darauf an, was man unter Zielplanung versteht. Geht es darum, Aktivitäten als Ergebnis einer strukturierten Zielplanung zu notieren, gilt aus meiner Sicht das weiter oben bei “Aufgabenplanung” geschriebene. Für meine generelle Zielplanung verwende ich ein anderes System.
Ebenfalls systembedingt, ist eine Ergänzung um eigene Formulare oder um Vordrucke anderer Hersteller nicht möglich. Allenfalls können Zusatzblätter lose eingelegt werden (wovon ich jedoch dringend abrate).
Dieser, beinahe erzwungene, Minimalismus verhindert effektiv den Papier-Overload, der sonst oft zu beobachten ist.
Kleiner Exkurs: Grundsätzlich sollten Sie generell nur das mitnehmen, was unbedingt gebraucht wird. Viele haben sämtliche Informationsblätter, die sie beim Kauf ihres Zeitplanbuchs erhalten haben, stets bei sich. Und so wissen sie beispielsweise Bescheid über die Schulferien in allen Bundesländern; ohne schulpflichtige Kinder zu haben. Sie kennen die Hoteladressen amerikanischer Businesshotels; ohne je nach Amerika zu reisen. Usw …
Wenn Sie ebenfalls die Infoblätter Ihres Zeitplanbuchherstellers verwenden, machen Sie jedes Mal, wenn Sie ein Blatt benutzen mit Bleistift einen kleinen Strich in die obere rechte Ecke des Blatts. Alle Blätter, die am Ende des Jahres keinen Strich haben (und demzufolge nie benutzt wurden) kommen raus. Und bleiben draußen, auch dann wenn die nächste Jahreslieferung kommt.
In einigen der angebotenen Lederhüllen gibt es Platz für ein Handy oder eine Palm.
Andere Hersteller von Planungssystemen bieten eigens entwickelte Software zum Ausdruck auf deren Vordrucke. X47 bietet dergleichen nicht.