Ich habe in den vorangegangenen Beiträgen den X47 so objektiv wie möglich aus meiner – natürlich subjektiven – Sicht als Anwender beschrieben.
Meines Fazit für mich: Ich habe viel Freude mit dem System und werde es die nächsten Jahre beibehalten und anwenden. Auch mein Sohn ist von seinem X17 begeistert und hat schon nach dem kalender für 2009 gefragt.
Wenn Sie das System jetzt selbst einmal anschauen und in die Hand nehmen wollen, finden Sie es im exklusiven Bürowarenhandel oder bei Manufactum. Oder Sie fordern beim Hersteller ein kostenloses Ansichtsmuster an.
Ein kleines “Schmankerl” zum Schluss:
Für Sie, als Leser meines WebLogs, habe ich bei den Machern von X47 einen kleinen Rabatt ausgehandelt. Wenn Sie einen X47 direkt beim Hersteller (telefonisch oder via Internet) ordern, erhalten Sie einen Rabatt von 5% beim Hinweis, dass Sie über diesen Praxistest gekommen sind.
13. Kosten
Der X47 ist preiswert, aber bei weitem nicht billig.
Wie bei allen hochwertigen Waren, orientiert sich auch hier der Preis an der Oberklasse. Wobei ich dabei differenzieren will. Der Einstandspreis für ein komplettes System ist relativ hoch. Die Folgekosten für die jährlichen Nachlieferungen halten sich im Rahmen dessen, was man von den anderen Systemen kennt.
Die Einzelpreise finden Sie direkt beim Hersteller.
14. Image-Wirkung
Sehr hoch. Selbst erfahrene Zeitplanbuchanwender merken auf, wenn sie meinen X47 sehen. Zum einen wegen der genial schlanken Optik. Und zum anderen wegen des großen Schreibraums ohne störende Ringmechanik.
15. Mögliche Alternativen
Wer die Kosten für einen X47 nicht aufwenden will, findet im “kleinen Bruder” eine Alternative.
Das Kalendersystem “myx17″ (aus dem gleichen Haus) bietet vom (Schreib)Platzangebot die gleichen Vorteile und ist ebenso modular aufgebaut.
Lediglich in der Ausstattung muss der Käufer Abstriche machen. Anstelle des Federschienensystems wird ein Gummiringsystem verwendet.
Bildquelle: myX17.com
Terminplaner
Optimal. Der X47 punktet sowohl im Einsatz auf dem Büroschreibtisch, als auch auf Reisen.
Aufgabenplanung
Wer wenig Aufgaben zu erledigen (und zu notieren) hat, ist mit dem X47 ebenfalls gut bedient. Wenn es mehr Aufgaben sind geht irgendwann der Platz aus. Dafür empfiehlt der Hersteller, den Notizblock zu verwenden und mit entsprechenden Verweisen zu arbeiten. Funktioniert auch. Aber wenn ich ein Zusatzmedium verwende, kann ich gleich eine seperate ToDo-Liste verwenden.
Mini-Büro
Für das Minibüro mit eigenen Formularen ist der X47 weniger geeignet. Systembedingt lassen sich keine zusätzlichen Formulare, Listen oder andere Unterlagen mitführen. Außer sie werden lose zwischen die Einlagen gelegt; aber damit würde dann schon wieder die Stapelbildung im Zeitplaner beginnen …
Zielplanung
Es kommt darauf an, was man unter Zielplanung versteht. Geht es darum, Aktivitäten als Ergebnis einer strukturierten Zielplanung zu notieren, gilt aus meiner Sicht das weiter oben bei “Aufgabenplanung” geschriebene. Für meine generelle Zielplanung verwende ich ein anderes System.
Ebenfalls systembedingt, ist eine Ergänzung um eigene Formulare oder um Vordrucke anderer Hersteller nicht möglich. Allenfalls können Zusatzblätter lose eingelegt werden (wovon ich jedoch dringend abrate).
Dieser, beinahe erzwungene, Minimalismus verhindert effektiv den Papier-Overload, der sonst oft zu beobachten ist.
Kleiner Exkurs: Grundsätzlich sollten Sie generell nur das mitnehmen, was unbedingt gebraucht wird. Viele haben sämtliche Informationsblätter, die sie beim Kauf ihres Zeitplanbuchs erhalten haben, stets bei sich. Und so wissen sie beispielsweise Bescheid über die Schulferien in allen Bundesländern; ohne schulpflichtige Kinder zu haben. Sie kennen die Hoteladressen amerikanischer Businesshotels; ohne je nach Amerika zu reisen. Usw …
Wenn Sie ebenfalls die Infoblätter Ihres Zeitplanbuchherstellers verwenden, machen Sie jedes Mal, wenn Sie ein Blatt benutzen mit Bleistift einen kleinen Strich in die obere rechte Ecke des Blatts. Alle Blätter, die am Ende des Jahres keinen Strich haben (und demzufolge nie benutzt wurden) kommen raus. Und bleiben draußen, auch dann wenn die nächste Jahreslieferung kommt.
In einigen der angebotenen Lederhüllen gibt es Platz für ein Handy oder eine Palm.
Andere Hersteller von Planungssystemen bieten eigens entwickelte Software zum Ausdruck auf deren Vordrucke. X47 bietet dergleichen nicht.
Viele heutige Systeme des Zeit- und Selbstmanagements lassen sich in den Ursprüngen ganz oder in Elementen auf Gustav Großmann zurückführen (mehr dazu in der Wikipedia).
X47 bietet diesbezüglich keine wesentlichen Überraschungen und lehnt sich an die allgemein bekannte Methodik an.
Für den X47 gibt es ein kleines Buch mit einer genauen Gebrauchsanweisung der Vordrucke. Es wird passenderweise im A6 Format des X47 mit Edelstahlröhrchen geliefert. Hier das Inhaltsverzeichnis:
Inhalt
Die Ziele des Buches
Kapitel 0: Zeit und Geld sind knappe Ressourcen
Kapitel 1: Erkennen der Aktivitäten (To-dos)
Kapitel 2: Selektieren der To-dos
Kapitel 3: Was ist (Ihnen) wichtig?
Kapitel 4: Notieren der To-dos
Kapitel 5: Ziele definieren
Kapitel 6: Ziele planen
Kapitel 7: Zielkonflikte
Kapitel 8: Zeit budgetieren
Kapitel 9: Konsequenzen der Priorisierung
Kapitel 10:Der Umgang mit unangenehmen To-dos
Kapitel 11: Zeit sparen: Etwas nicht tun (Prio C)
Kapitel 12: Zeit sparen: Etwas nur einmal tun
Kapitel 13: Zeit sparen: Etwas schneller tun
Exkurs: Die 80:20-Regel
Kapitel 14: Zeit sparen: Selbstorganisation
Kapitel 15: Zeit sparen: Selbstführung
Kapitel 16: Der Umgang mit toter Zeit
Exkurs: Verhaltensänderung
Kapitel 17: Zeit sparen: Etwas mit Schwung machen
Zusammenfassung
Weiterhin gibt es Kärtchen mit den Abbildungen der wichtigsten Vordrucke und Vorschlägen zur Verwendung.

Für das System gibt es (in Heftform) die üblichen Einlagen wie bspw. Kalendarium, Leporello, Notizpapier, Datenregister (1-12) und Adressregister. Eine Liste, welche Inhalte es für die jeweiligen Formate gibt, finden Sie auf der Herstellerseite.
Eine einmalige Besonderheit sind die Tagesblätter mit Zeiträdern. Anstelle der üblichen tabellarischen Stundenlistung gibt es Tageszeitkreise zur Visualisierung der Termine und verbrauchter/verfügbarer Zeit.
Das Einlagenpapier hat ein Papiergewicht von 60g/m². Die leichte Elfenbeintönung schont die Augen. Es fühlt sich gut an und lässt sich sehr gut mit Kugelschreiber und/oder Bleistift beschreiben.
Systembedingt gibt es alle Einlagen in Form von Heften mit einem eingebundenen Edelstahlröhrchen am Rücken, um es in die Federschienen einzuhängen.
Die Hefte weisen allerdings anfangs ein gewisses Beharrungsvermögen auf. Umgeblätterte Seiten neigen bei mir dazu, wieder in die Ursprungslage zurückzukehren. Gerade bei vollständig ausgeklapptem A5-System stört es etwas, wenn man nach dem Umblättern nachhelfen muss, damit die Seiten liegen bleiben. Dieser Effekt legt sich jedoch mit der Zeit.
Die Verarbeitung aller Teile des X47 Systems ist außergewöhnlich hochwertig. Der kleine X47 (Format A6) kommt beispielsweise in einer edlen schwarzen Holzbox, die bei mir jetzt höchst dekorativ als Archiv im Bücherregal steht.
Die haptische Komponente überzeugt ebenfalls auf der ganzen Linie.
Zum Feeling des Leders habe ich schon geschrieben.
Man merkt überall, dass hier das Herzblut des Entwicklers vorhanden ist. Sichtbar auch an geradezu liebevoll umgesetzten Kleinigkeiten wie z.B. die verschiedenen Bändchen, die als Lesezeichen verwendet werden.
X47 gibt es in den gängigen Formaten für Zeitplanbücher; also A5, A6 und A7.
Für alle Formate gibt es einige Angebote an Lederhüllen zur Auswahl. Sowohl Klassiker mit verschiedener Anzahl von Federschienen, als auch „Exoten“ (wie z.B. den X47 mit integrierter Geldbörse). Hier kann jeder entscheiden, was er mag.
Während meiner Zeit mit „üblichen“ Zeitplanern gab es immer das Problem der Kalenderblätter mit den verschiedensten Lochungen. Und meistens waren die Angebote der Hersteller untereinander nicht kompatibel. Oft habe ich mich damit beholfen, dass ich beim Wechsel zu einem anderen Anbieter zusätzlich den jeweiligen Systemlocher gekauft habe und die Lochungen ergänzte (mal nebenbei erwähnt, braucht jemand einen Locher von Tempus, Leitz mit individuell einstellbaren Lochabständen, Time/System, Mademann, Brölemann, Chronoplan, …).
Damit ist beim X47 jetzt Schluss. Da es keine Ringmechanik gibt, gibt es auch keine Löcher. Fertig.
Allerdings sind die Ergänzungsmöglichkeiten damit auch eingeschränkt (dazu später mehr).
Als Zubehör gibt es neben diverser Einlagen, zu denen ich später noch etwas schreibe, Archivboxen für die Ablage der beschriebenen Einlagen.

Mit einer innovativen Eigenentwicklung haben die Macher des Systems einen Engpass gelöst, den ich auch bei vielen anderen Herstellern bisher beobachtete. Es gab einfach keine passenden Stifte. Entweder waren diese zu groß, zu dick oder zu blöd unhandlich. Für den X47 gibt es jetzt endlich passende Stifte, die angenehm schreiben und auch perfekt in die Hülle für das A6-Format passen.